Häufig gestellte Fragen

WARUM KÖNNEN BOI®-IMPLANTATE FRÜHER BELASTET WERDEN ALS SCHRAUBENIMPLANTATE?

Weil sie im stabilen cortikalen Knochen verankert sind. Weil die Implantate während der Einheilung durch die prothetische Konstruktion stabilisiert werden.

WIE LANGE DAUERT DIE BEHANDLUNG FÜR DEN GANZEN KIEFER?

Chirurgische Prozedur nimmt von 30 bis 90 Minuten in Anspruch, das kommt darauf an, welche Implantate, wo und wie viel gebraucht werden. Dazu kommt noch kurze Zeit für die Herstellung und Einsetzen von provisorischen Brücken und/oder Kronen, die Sie sofort an dem Operationstag essen lassen. Beides, Ihr Zahnfleisch und Zahntechniker brauchen Zeit, um mit der Herstellung von der definitiven Brücke fertig zu werden. Brücken in nicht sichtbaren Bereichen können nach ein paar Tagen zementiert werden, aber manchmal muss man bis einige Monate warten. Während dieser Phase bleibt die Brücke im Mund. Da BOI®-Implantate im Allgemeinen eine provisorische Brücke zur externen Schienung benötigen, sind Sie unabhängig von der endgültigen Fertigstellung stets belastbar und gesellschaftsfähig versorgt.

GEHEN BOI®-IMPLANTATE SCHNELLER IM VERGLEICH ZU SCHRAUBENIMPLANTATEN VERLOREN?

Gute Nachricht: es ist noch nie passiert, dass ein BOI® rausgefallen ist. Da BOI® horizontal im Knochen verankert sind, ist es physisch unmöglich, dass sie rausfallen. Die Erfolgsraten sind mehr als 95% bei bis zu zehnjährigen Nachuntersuchungszeiträumen. Es ist trotzdem nicht völlig ausgeschlossen, dass Infektionen, meist von Nachbarzähnen ausgehend, oder aber nicht oder zu spät korrigierte Fehlbelastungen zur Lockerung von Implantaten führen können. Geringe Lockerungen können korrigiert werden, und sie führen häufig zur langfristigen Stabilisierung. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Sie bei geringsten Anzeichen von Früh- oder Fehlkontakten im Biss Ihren BOI®-Spezialisten aufsuchen. Aber selbst bei irreversibler Lockerung ist es meistens möglich, das defekte Implantat gegen ein neues auszutauschen. Fragen Sie uns.

WIE LANGE MUSS ICH OHNE ZÄHNE HERUMLAUFEN?

Sie müssen nicht zahnlos herumlaufen, da meistens in der gleichen Sitzung der Implantation ein Provisorium aus Kunststoff hergestellt wird. Dieses ist stabil und meist besser als Ihre herausnehmbare Prothese.

WARUM SAGEN ANDERE IMPLANTATHERSTELLER, ES SEI WICHTIG, DIE ZAHNWURZEL ZU IMITIEREN?

Sie gehen irrtümlich davon aus, dass Implantate ihrer Morphologie nach möglichst ähnlich dem Zahn sein müssen. Aber Design, das den Zähnen ähnelt, hat in der Regel die gleichen Probleme wie Zähne. Die Funktion der Implantate muss dem Ziel entsprechen. So wurden seit Jahrtausenden zur Schonung der Beine Räder eingesetzt. Solange keine wirksamen, den Muskeln ähnlichen Antriebe zur Verfügung stehen, ist die Funktionsweise der Räder unter dem Gesichtspunkt der Fortbewegung und des Transports sehr effektiv. Die Situation mit Implantaten ist gleich. Natürliche Zähne sind durch das, leider infektionsanfällige Parodontium, mit dem alveolären Knochen verbunden. Heute wissen wir: je größer die Implantate sind, desto mehr Probleme und Infektionen vorkommen können. Solange Implantate jedoch durch Ankylose (direkte Verwachsung) mit dem Knochen verbunden sind, ergibt sich kein Vorteil in der Wurzelform gegenüber der primär stabilen und statisch günstigeren Verankerungsform der BOI®-Implantate. Dazu kommt meistens auch noch die Empfehlung von den Herstellern, jeden Zahn separat durch ein Implantat und eine Einzelkrone zu ersetzen. Warum? Das hat sicher betriebswirtschaftliche Gründe, aber auch die Frage der Redundanz ist für viele Implantologen wichtig, weil die Misserfolge der konventionellen Implantaten nicht selten sind. So ist ernsthaft Patienten von festen Brücken auf Implantaten abgeraten worden und stattdessen Teleskope empfohlen worden. Diese seien leichter zu reinigen. Aber der eigentliche Grund liegt wohl eher in der leichteren Verschmerzbarkeit von sich nach und nach veranschiedenen Schraubenimplantaten. Mit BOI®-Implantaten bekommen Sie wirklich feste Zähne.

AUS WELCHEM MATERIAL WERDEN BOI®-IMPLANTATE HERGESTELLT?

Wie die meisten handelsüblichen Implantate werden auch BOI®-Implantate aus reinem Titan hergestellt, aber einige Modelle sind aus knochenkompatiblem festem Plastik verfügbar.

GIBT ES LANGZEITSTUDIEN ÜBER BOI®-IMPLANTATE?

Es wird gelegentlich behauptet, dass keine „Wissenschaftlichen Nachweise“ und Langzeiterfahrungen bei der Verwendung von BOI®-Implantaten existieren, während es genau solche «Nachweise» für Schraubenimplantate gäbe. Das Gegenteil ist richtig: denn auf dem Markt sind heute nur sehr wenige Schraubenimplantate erhältlich, die eine Dokumentation von mehr als drei bis fünf Jahren besitzen. Denn der von der Industrie vorgegebene Innovationsschub ist so schnell (aus der Marketing-Sicht - und leider nicht vom wissenschaftlichen Standpunkt aus), dass Implantate, für die Langzeitergebnisse endlich vorliegen, kaum noch käuflich erworben werden können: sie sind technisch überholt. Die erstaunliche Tatsache ist, dass es so viele Implantatsysteme auf dem Markt weltweit gibt: und jeder Hersteller sagt, er habe keine Nachteile im Vergleich zu anderen Systemen. Und trotzdem, nach einigen Jahren, viele Systeme verschwinden vom Markt. Basale Implantate werden seit mehr als 30 Jahren gebraucht und es gibt eine Menge von wissenschaftlichen Beweisen dazu. Weil sie so alt sind, können Sie denken, dass sie veraltet sind, aber in der Wirklichkeit sind sie bewährt.

WERDE ICH SCHMERZEN HABEN?

Schmerzen im Zusammenhang mit einer BOI®-Versorgung sind äußerst gering und selten. Gelegentlich kommt es jedoch bei empfindlichen Patienten zu anfänglichen Schwellungen. Im Vergleich zu den konventionellen Schraubenimplantaten, die prothetische Arbeit auf basalen Implantaten ist kaum schmerzhaft.

MUSS ICH INS SPITAL?

BOI®-Implantationen werden i. A. ambulant unter Lokalanästhesie durchgeführt. Auf Wunsch kann Sedierung erfolgen.

IST DIE BEHANDLUNG MIT BOI®-IMPLANTATEN TEUERER ALS HERKÖMMLICHE VERFAHREN?

Das hängt von vielen Faktoren ab – besonders davon, was verglichen wird. Für viele Patiente ist der Gebrauch von basalen Implantaten mit Vermeidung von Knochenaugmenntationen, Knochentransplantationen usw. verbunden. Diese Patienten sparen bis 35% Kosten von der Behandlung und 98% von der Behandlungszeit, wenn sie sich für unseren Behandlungsplan entscheiden.

BEKOMME ICH EINE VOLLNARKOSE?

Im Allgemeinen ist eine Vollnarkose nicht notwendig. Sollten Sie jedoch eine Allgemeinanästhesie, kann in Zusammenarbeit mit einem Anästhesisten unter Narkose behandelt werden.

WIE LANGE HALTEN DIE IMPLANTATE?

Es gibt Studien zu basalen Implantaten, die besagen, dass nach 10 Jahren noch über 96 % der gesetzten Implantate im Munde sind. Aber auch hier kommen wiederum viele einzelne Faktoren zum Tragen: Wie steht es um das Restgebiss? Wie ist der Pflegezustand? Wer hat was wie gemacht? Schon um den Einfluss des Behandlergeschicks auf einem hohen Niveau zu sichern und dort zu halten, dürfen nur stets autorisierte Anwender BOI® verarbeiten. Trotz allem kann ein BOI® ersetzt werden.

WAS PASSIERT, WENN EIN IMPLANTAT SICH LOCKERT?

Melden Sie sich bitte umgehend bei Ihrem BOI®-Implantologen. Häufig ist eine Lockerung nur eine Reaktion des Knochens auf Fehl- und Überbelastungen. Der Vorteil von BOI® gegenüber jeder Schraube ist, dass dieser Knochenumbau tief drin im sterilen Knochen erfolgt. Lockert sich hingegen ein Schraubimplantat, kommt es an der Durchtrittsstelle durch das Zahnfleisch sehr schnell zu Keimeinwanderungen und Infektion – das Implantat fällt aus. Bei BOI® kommt es jedoch nach frühzeitiger Korrektur an der Kauffläche zur Festigung des Implantats.

ZAHLT DIE KRANKENKASSE DEN EINGRIFF?

Das hängt vom Versicherungsplan ab. Normalerweise zahlt die Krankenkasse die Implantate nicht.

WIE TEUER IST DIE BEHANDLUNG?

Das hängt in der Regel vom Umfang des Eingriffes und der Stelle ab.